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Jahresrückblick - lasst uns anerkennen, loslassen, wünschen und feiern!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und langsam wird es auch Zeit nachzudenken, wie das Jahr denn eigentlich so verlaufen ist!?!

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Ich nehme mir die Zeit zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag, um auch die magische Kraft der Rauhnächte für mich zu nutzen... aber das ist eine andere Geschichte :-)

Nimm Dir doch Zeit und überlege für DICH:

  • Was ist gut gelaufen?
  • Worauf bist du stolz?
  • Was hat Dich zu viel Kraft gekostest und ist wert loszulassen?
  • Von welcher Gewohnheit möchtest Du Dich trennen?
  • Womit möchtest Du Dich im Jahr 2024 beschäftigen?
  • Wie planst Du Zeit für Dich ein (nur Dich und nicht die Familie)?
  • Hast Du ein konkretes Ziel vor Augen?
  • Was wünscht Du Dir und wie wirst Du es erreichen?


 
Aber auch für unsere Kinder ist ein Rückblick sehr wichtig, denn jede Reflexion über ihr Tun und Handeln lässt sie wachsen! Nehmt Euch den Kalender und schaut, was Ihr alles in diesem Jahr gemacht habt! Man vergisst soviel...

Wenn Du mit Deinem Kind reflektierst, dann förderst Du seine/ihre Wahrnehmungsfähigkeit. Sie sind besser in der Lage, Situationen in der Zukunft einzuschätzen, vielleicht anders zu reagieren und Lösungen zu finden. Du stärkst Dein Kind für Konflikte und Krisen!

Kinder sind sehr offen und zugänglich für Reflexion. Nutze also die Zeit der Ruhe über Weihnachten vielleicht auch gemeinsame Familienziele festzulegen.

Überlege mit Deinem KIND: 

  • Habe ich eine besondere Hürde überwunden?
  • Was ist mir besonders gut gelungen?
  • Was hat mich im letzten Jahr gesorgt oder gestresst?
  • Woran möchte ich noch arbeiten?
  • Wie können mich Mama/Papa/Geschwister noch unterstützen?


Mach Dir mit Deinem Kind bewusst, woran es gewachsen ist! Auch Mißerfolge und Rückschritte gehören dazu, denn auch darin liegt ein wichtiger Lernprozess. Und dann ab zum Feiern! Der letzte Schritt wird oft vergessen, dabei ist er wichtig, um den Erfolg auch in unserem Gehirn als wichtigen Anknüpfungspunkt zu festigen!

Überlegt als FAMILIE: 

  • Worüber konntet Ihr heuer gemeinsam lachen?
  • Was ist die schönste gemeinsame Erinnerung für 2023?
  • Was möchtet ihr als Familie verändern?
  • Was wollt ihr hinter Euch lassen?
  • Gibt es ein gemeinsames Ziel als Familie? 



Vielleicht magst Du meine Vorlage für den Jahresrückblick verwenden? 

Von Kummer, Sorgen und allem, was Ihr gerne hinter Euch lassen wollt, dürft Ihr Euch gebührend mit einem Verbrennungs-Ritual verabschieden! Wünsche können in eine Schatzkiste kommen und immer wieder gelesen werden!

Denk Dir mit Deinem Kind/Deinen Kindern zwei schöne Rituale aus und greift immer wieder im neuen Jahr darauf zurück, denn es soll euch begleiten und stärken!

                                                                                * * *

                

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LOB – gut oder schlecht für mein Kind? 

Zum Thema Lob gibt es viele unterschiedliche Meinungen, was man nicht alles tun oder lassen soll! Ich persönlich denke, dass Lob ein kraftvolles Werkzeug ist, um die Lernmotivation und vor allem das Selbstbewusstsein Deines Kindes zu stärken! 

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Hier gehe ich ganz klar den Weg von Maria Montessori:

Kurzgefasst wollte sie, dass die Kinder selbst zufrieden sind und nicht vom Tun oder vom Zuspruch anderer abhängig sind. Das ist doch genau das, was wir unseren Kindern mitgeben wollen – nämlich Eigenverantwortung und Selbstbewusstsein!

Mir fällt dazu immer das Beispiel des schön gemalten Bildes ein. Es wird wunderbar in dem Buch "Warum dänische Kinder glücklicher sind" beschrieben und jeder kennt das aus eigener Erfahrung: Dein Kind malt ein Bild und wir sagen "Oh, das hast du aber schön gemalt" oder "Wow, das ist aber toll geworden!", obwohl wir uns etwas anderes denken!

Die Frage ist nur, wie authentisch bist Du? Oder flunkerst Du ein wenig, damit sich Dein Kind gut fühlt? Die Dänen im Übrigen würden "echtes Feedback" geben...

Unterstütze Dein Kind dabei, einen inneren Antrieb zu entwickeln. Anerkennung und Wahrnehmung sind von klein auf wichtige Faktoren. Unsere Kinder sollten nicht um des Lobes willen, sondern aus ihrer eigenen Initiative heraus etwas tun. Gezieltes Lob kann daher eine Schlüsselrolle im Entwicklungsprozess Deines Kindes spielen.

Aber wenn wir ständig überschwänglich loben, wie sollen unsere Kinder lernen, worauf sie selbst stolz sind? Vor allem was passiert, wenn dieses Lob mal ausbleibt?

Und genau das hat Maria Montessori gemeint. Unsere Kinder sollen sich darauf verlassen können, dass wir ehrlich mit ihnen sind. Nur so können sie lernen, sich selber einzuschätzen.


Lob ist weit mehr als nur positive Worte.


Ganz essentiell beim Loben ist, dass der Fokus auf den Bemühungen Deines Kindes liegt und nicht beim Endergebnis. Dies wird im schulischen Kontext leider oftmals vergessen. Da zählt, wieviel Rechnungen in einer Minute geschafft werden oder wie viele Fehler im Diktat sind. Heißt es dann automatisch, dass Dein Kind schlecht ist? Nein, aber Dein Kind fühlt sich leider so. Denn es ist vielleicht nicht fertiggeworden beim Rechnen, aber es hat z.B. 20 Rechnungen richtig gerechnet und 10 von 15 Wörtern richtig geschrieben – darauf kommt es an und das soll auch gezielt gelobt werden! Daher ist es mir im Lerntraining ein ganz besonderes Anliegen, den Kindern ihren Lernfortschritt aufzuzeigen!

Dein Kind profitiert von einem unterstützenden Umfeld. Demnach ist es wichtig, Dein Kind zu unterstützen, aber nicht alles abzunehmen! Ermutige Dein Kind, Fragen zu stellen und Fehler als Teil des Lernprozesses zu akzeptieren. Dein Kind lernt dadurch sich besser einzuschätzen und mit Herausforderungen leichter umzugehen. Übertriebenes und nicht ernst gemeintes Lob hingegen führen erfahrungsgemäß dazu, dass Dein Kind nicht mehr von sich aus aktiv wird.

Es ist absolut in Ordnung zu loben! Aber Achtung - Dein Kind hat sehr gute Sensoren dafür, ob etwas so gemeint ist, wie es gesagt wird. Dein Kind darf für seine Anstrengungen und Bemühungen gelobt werden, um ein positives Selbstbild zu entwickeln. Zeige Deinem Kind, dass Du auf seine Bemühungen stolz bist, und zwar unabhängig von den Schwierigkeiten, die es möglicherweise hat.

 

Meine 5 Tipps für "richtiges Loben":

·       Schätze das Tun Deines Kindes, werte es nicht

·       Gib konkrete und neutrale Rückmeldungen, um die Resilienz zu fördern

·       Unterstütze Dein Kind, seine eigenen Fortschritte zu schätzen

·       Anerkenne die Bemühungen, reduziere es nicht auf das Ergebnis

·       Ermutige Dein Kind bei Misserfolgen - es ist wichtig weiterzumachen!

 

 

                                                                                * * *

                

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Wie reagiere ich bei einem Konflikt mit meinem Kind?

Gerade habe ich das Buch "Gefühle besser verstehen" fertiggelesen (ohne Werbung zu machen, aber ich finde es sehr empfehlenswert). Es hat mich angereget, über Gefühle und unsere Emotionen zu schreiben. 

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Unsere Emotionen, wie Wut, Angst,Trauer, Scham, Ekel aber auch Freude geben uns einen Hinweis auf ein bestimmtes Verhalten, das gesetzt wurde oder wir erwarten (z.B. eine Grenzüberschreitung, Gefahr, Verlust, Sehnsucht). Es geht um die zwischenmenschliche Kommunikation.
 

Wenn Dein Kind daher Emotionen zeigt, ist das absolut in Ordnung. Es ist schön, wenn es sich ausdrücken kann. Es hilft Deinem Kind, körperliche und seelische Grenzen wahrzunehmen.
 

Streit, Uneinigkeit und Konflikte sind nicht immer angenehm, aber sie gehören zu unserem Leben dazu.  Aber wie verhältst Du Dich beim Streit?  

Neigst Du auch dazu, es persönlich zu nehmen? 

Ich schon, aber ich werde immer besser darin, es nicht auf meine Person zu beziehen. Es ist mir über die Jahre klar geworden, dass meine Kinder es nicht so meinen, wie sie es sagen. Aber dann auch "gelassen zu reagieren", ist schon eine Herausforderung!
 

Es gelingt nicht immer und das ist auch voll in Ordnung. Wir Eltern dürfen auch wütend sein und uns ärgern, die Frage ist nur, wie reagieren wir? 

1. Faktor Zeit: Ich muss nicht sofort reagieren. Abstand bitte!
 

Egal ob die Jungs untereinander gestritten haben oder ob sie mir irgendetwas an den Kopf geworfen haben, das nichts mit mir zu tun hatte. Ich habe sofort versucht, eine Lösung zu finden. Das kostet viel Kraft und bleibt ergebnislos.
 

Nun nehme ich mir Zeit, um zu antworten. Ich gönne es mir, nicht sofort reagieren zu müssen. Mach Dir bewusst, dass Dein Kind gerade Stress hat! Das bedeutet, dass der Denkprozess ausetzt und es "emotional wird". In diesem Moment macht es ohnehin keinen Sinn, auf Dein Kind einzureden. 

  • Atme durch, zähle bis 3, geh auf die Toilette, verlasse den Raum, trink ein Schluck Wasser - was auch immer für Dich in diesem Moment gut ist, mache es. Du wirst sehen, Deine Reaktion wird danach ruhig und überlegt sein.


Also, bei mir sprudeln dann viel bessere Worte aus meinem Mund, als wenn ich sofort antworte. Und ich kann mich besser sortieren und mich der nächsten Frage zuwenden.
 

 

2. Faktor Bedürfnis: Was möchte mein Kind mir sagen?

Du kennst bestimmt das "Eisberg-Modell". Dein Kind verhält sich aggressiv, schreit dich an oder schlägt mit Fäusten umher. Das ist das Verhalten, das wir SEHEN (Spitze des Eisbergs). 

Aber was liegt unter dem Wasser? Hier geht es um das FÜHLEN, ein Bedürfnis Deines Kindes, das befriegt werden will. Dem Gefühl liegt vielleicht das Bedürfnis nach Nähe, Wertschätzung, Aufmerksamkeit , Geborgenheit und Sicherheit zugrunde?
 

Es ist nicht immer gleich zu erkennen, aber Du bist der Experte für Dein Kind. Ich bin mir sicher, Du findest einen Weg, es herauszufinden. Nimm Dir die Zeit dafür, denn die Konflikte lassen sich dadurch leichter und schneller lösen. 

Eines ist noch wichtig: Es geht hier nicht um das "Recht haben". Vielleicht entsteht der Konflikt auch, weil Du aus Deiner Sicht zu etwas berechtigt "Nein" sagst. Das soll auch so sein, dennoch entsteht dadurch ein Gefühl, das ernst genommen werden möchte. Zeig Verständnis, um die Situation in Ruhe klären zu können.

 

3. Faktor Trigger: Warum triggert mich das Verhalten meines Kindes?

Mir ist bewusst geworden, dass ich in manchen Streitmomenten nicht auf diese Situation oder dieses Verhalten reagiere, sondern auf vergangene Erlebnisse. 

Über die Zeit haben wir viele Erfahrungen gemacht, die sich in unserem Kopf festgesetzt haben. Unser Verstand hat den Ereignissen eine bestimmte Wertung gegeben (z.B. Annahmen über sich selbst, Beziehungserfahrungen, Verletzungen, Einstellungen, Empfindungen, etc.). Das hat zur Folge, dass wir auf bestimmte Situation immer gleich reagieren! 

Das Gute daran - es lässt sich ändern. 

  • Mach Dir bewusst, was Dich triggert!
  • Brauchst Du die Reaktion noch oder kostet sie Dich viel zu viel Kraft?
  • Was hilft Dir im Hier und Jetzt zu entspannen?


Veränderungen sind zunächst mühsam und vielleicht auch schmerzhaft, aber sie lassen Dich und Dein Kind wachsen. 


Und hier noch meine Buchtipps:

  • Gefühle besser verstehen, Dr.med. Cornelia Dehner-Rau, , Prof.Dr. med. Luise Reddemann, Goldmann
  • So sag ich's meinem Kind, Adele Faber/Elaine Mazlish, ObersteBrink
  • Leitwölfe sein, Jesper Juul, Beltz


                                                                                * * *

                

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Null Bock auf Lernen! Raus aus der Motivationsfalle! 

Bist du bereit zum Aufstehen, um zur Schule zu gehen, zum Lernen, zum Wegräumen, zum Gassigehen mit dem Hund … ?

Meistens hören wir nur ein murriges „Nein“ von unseren Kids – oftmals gekoppelt mit Augen verdrehen 😉 

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Um ehrlich zu sein, geht es mir ja manchmal auch so!?! Wann sind wir denn bereit, etwas zu tun? Genauer gesagt, was motiviert uns eigentlich?

Motivation ist so etwas wie unser Antriebsmotor! Die Frage ist daher, was treibt mich an, was interessiert mich und das wichtigste – lohnt es sich für mich?

Die Motivation wird beim Müll raustragen weniger hoch sein, als beim Computer spielen. Dennoch ist es wichtig, unseren Kindern zu lernen, dass es „Pflichtaufgaben und eine Kür“ gibt. 

Wie kannst Du Dein Kind unterstützen, auch die „Pflichtaufgaben“ schnell und effizient zu erfüllen?
 
Jugendliche empfinden die Eltern zumeist als nervig und anstrengend, weil sie immer nur das "Lernen" einfordern ("Jetzt setz dich endlich hin und lern!"). Natürlich spielen bei den Jugendlichen die Pubertät und die Selbstfindung eine große Rolle. Sie sind dann motiviert, wenn sie selbstbestimmt handeln können und nicht ständig einer gut gemeinten Fürsorge (die als Kontrolle gesehen wird) unterliegen.

Bei jüngeren Kindern hat die mangelnde Motivation zumeist andere Ursachen. Es liegt nicht daran, dass sie die Hausübung nicht machen oder die Lernwörter nicht lernen wollen. Grundsätzlich wollen alle Kinder gerne lernen. Häufig sind es vorgelagerte Situationen, Erlebnisse oder negative Erfahrungen, die zur Demotivation führen.

Rückschläge, Misserfolge, aber auch andere Faktoren können zu Frust, Traurigkeit, Überforderung und somit auch zur "Null Bock Einstellung" führen. Die Kinder manifestieren dadurch auch Glaubenssätze, wie "Ich kann das nicht! Ich schaff das nie!".

Sei daher bereit, die  "Motivationskiller" Deines Kindes zu identifizieren!
·         Ist mein Kind in der Schule überfordert?
·         Ist mein Kind frustriert, weil es trotz Bemühungen keine guten Noten hat?
·         Braucht mein Kind Unterstützung in der Organisation?
·         Lernt mein Kind zu einer ungeeigneten Zeit oder am falschen Ort?
·         Ist nur das anfangen schwierig oder eher das durchhalten?
·         Hat mein Kind ausreichend Pausen?
·         Sieht mein Kind überhaupt seine Erfolge?

Kinder hadern oft mit der Sinnhaftigkeit des Lernens.  
Auf den Satz "Lernen ist wichtig fürs Leben" kann man jedenfalls verzichten. Aber Leidenschaften oder Hobbys sind relevant, um Lernen attraktiver und leichter zu gestalten. Was für Dein Kind "Sinn" macht, wird auch vom Alter und den damit verbundenen Interessen abhängig sein. So kann es für den einen Freizeitgewinn sein (durch schnelleres Erledigen der Hausübung), für den anderen Streitvermeidung mit den Eltern ;-)

Vorsicht ist allerdings bei "Belohnungen" geboten - diese sind oft unvermeidbar, sollten aber nur in Maßen eingesetzt werden :-) Jede extrinsische Motivation (also von außen) hat irgendwann zur Folge, dass die Kinder immer mehr wollen und eine Abhängigkeit entsteht ("ich mach das nur, wenn..."). Das Ziel ist eine Motivation von innen heraus!

Was kannst Du Deinem Kind anbieten, damit die "Pflichtaufgaben" schneller, freudvoller oder mit weniger Anstrengung gemacht werden können?

Die 5 wichtigen Tipps:
1.       Kenne die Interessen und Leidenschaften Deines Kindes!
2.       Frage um Erlaubnis, wenn Du einen Ratschlag geben möchtest!
3.       Definiere mit Deinem Kind das Ziel, das es erreichen möchte!
4.       Frage Dich ehrlich, ob Deine Unterstützung für Dein Kind hilfreich ist!
5.       Stärke Dein Kind in seinen Stärken!

Erfahrungsgemäß fällt es uns schwer, darauf zu vertrauen, dass unser Kind alles gut (alleine) schafft! Umso wichtiger ist es zu prüfen, in welchem Ausmaß die Unterstützung sinnvoll ist! Dein Kind will vor allem ernst genommen werden!

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Atmung ist der beste Stressreduzierer!

Wir atmen, ohne darüber nachzudenken. Es ist ein automatisierter Prozess, der vom vegetativen Nervensystem gesteuert wird. Die Atmung steuert das Zusammenspiel von Körper und Psyche, weshalb wir die Atmung ganz bewusst einsetzen können, um uns zu beruhigen und zu entspannen. Doch wenn wir in Stress kommen, wird unsere Atmung schnell und flach. In diesen Momenten atmen wir nur mehr bis zum Brustkorb und der Körper ist angespannt. 

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Durch eine langsame, tiefe Atmung tritt aber Entspannung ein. Durchschnittlich atmen wir zwanzig Mal pro Minute ein und aus, dies kann aber durch eine langsame Atmung verlängert werden und somit zu mehr Entspannung führen. Laut Studien kann das bewusste Atmen auch Kopfschmerzen oder Müdigkeit vorbeugen oder andere Körperfunktionen positiv beeinflussen. Atemübungen helfen auch, um die Körperwahrnehmung und -spannung zu verbessern. Wir sollten daher darauf achten, dem Atem die notwendige Aufmerksamkeit zu geben.

Was bewirkt eine “gute Atmung”?

Nur ein entspannter Körper kann denken und gleichzeitig fühlen, richtige Entscheidungen treffen, Risiko einschätzen, lernbereit sein. Wenn wir unentspannt sind, treffen wir oftmals unüberlegte, impulsive Entscheidungen. Jeder kennt den Tipp, dass man bei Ärger, Wut oder Aggression einfach „tief durchatmen soll“, somit ist es auch ein einfaches und wundersames Werkzeug für unsere Kinder, ihre Gefühlslage zu steuern. 

Gibt es eine Technik?

Da unsere Atmung automatisiert ist, braucht es keine besondere Anleitung. Wenn Kinder (aber auch wir Erwachsene) unter Stress sind, passiert es manchmal, dass „falsch geatmet“ wird (sog. paradoxe Atmung, also beim Einatmen der Bauch eingezogen wird und beim Ausatmen der Bauch rausgestreckt wird). Es sollte daher darauf geachtet werden, dass das Einatmen stets durch die Nase erfolgt und das Ausatmen durch den Mund. Beim Einatmen wird der Bauch angehoben (Sauerstoffaufnahme), beim Ausatmen zieht sich der Bauchnabel hinein (flacher Bauch/Abgabe von verbrauchter Luft). Wichtig: Niemals den Atem zu lange anhalten, das kann zu Schwindel führen!

Atmung und Konzentration?

Die Atmung führt zu einem Ruhezustand, indem es natürlich auch leichter ist, sich zu konzentrieren. Unser Geist und unser Körper sind nicht in „Alarmbereitschaft“, sondern aufnahmefähig und daher auch bereit, sich einer Sache ganz und gar zu widmen. Jede Konzentrationsschwäche hat damit zu tun, dass wir in irgendeiner Form abgelegt sind, z.B. physisch wegen Müdigkeit oder Bewegungsdrang, geistig wegen Lärm, Umgebung, viele Reize von außen oder auch seelisch, weil wir uns nicht wohl fühlen, unsicher sind (siehe dazu den Blog-Artikel: „Konzentriere dich jetzt endlich“). Es kann viele Gründe haben, aber durch die Atmung gelingt es, sich auf eine Sache zu fokussieren und alles andere auszublenden. Es empfiehlt sich daher, die Atmung als Ritual in Alltag einzubauen. Letztlich unterstützen alle Atemübungen auch die Konzentrationsfähigkeit, da sie einen ausgleichenden Charakter haben.

Hier ein paar Atemübungen (mit und ohne Bewegung) zum Ausprobieren:


Bauchatmung

Am besten liegt dein Kind dazu am Boden auf dem Rücken. Wenn es möglich ist, dann sollte der Kopf deines Kindes erhöht sein, damit es seinen Bauch problemlos sieht. Zur Atembeobachtung können einfach die Hände auf den Bauch gelegt werden, um die Atmung zu spüren. Der Fokus soll tatsächlich beim Bauch (bzw. Bauchnabel) liegen, damit dein Kind tief atmen kann. Dein Kind kann sich z.B. auch das Lieblingsstofftier auf den Bauch legen und beobachten, wie sich der Gegenstand „bewegt“. 

Bei der Atembeobachtung sollte dein Kind stets mit Worten begleitet werden: „Achte auf deinen Atem. Achte darauf, wie die Luft in dich hinein strömt, wie der Bauch sich hebt. Und auch wie der Atem wieder ausströmt und dein Bauch ganz klein wird.”


Atemzüge zählen

Bei jedem Ein- und Ausatmen zählen wir, z.B. 1-2-3 (bis max. 5). Deinem Kind erklären, dass es nicht darum geht, einen Rekord aufzustellen. Die Verlängerung des Ein- und Ausatmens führt zu einem ruhigen Atem und entspannt. Dann legt dein Kind eine Hand auf seinen Bauch und atmet tief in den Bauch.

Variante: Du kannst dein Kind auch angeleiten, sich beim Einatmen seinen „Lieblingsduft“ (etwas, das es sehr gerne riecht) vorzustellen, der den ganzen Körper durchströmt. Das bewusste Atmen kann auch mit anderen Vorstellungen verbunden werden, wie z.B. kann sich das Kind vorstellen, dass es in eine Pusteblume pustet oder die Kerzen auf der Geburtstagstorte ausbläst. Dadurch wird das bewusste Ausatmen unterstützt.

Lotusblume: Die Hände sind wie eine Lotusblume vor der Brust aufgefächert (Daumen und kleinen Finger aneinander drücken, die anderen Finger sind locker). Beim Einatmen öffnet sich die Blume nach oben (Ring-, Mittel- und Zeigefinger öffnen sich). Die Arme werden dann über den Kopf gestreckt. Beim Ausatmen wird die Blume wieder               geschlossen (Ausgangsposition).

Mit dem Atem spielen durch Pusten

Sofern es räumlich möglich ist, bietet sich an, dein Kind bestimmte Gegenstände, wie z.B. einen Wattebausch, einen Luftballon, Federn oder Seifenblasen pusten zu lassen und dadurch die Atmung bewusst einzusetzen. Dies kann zunächst alleine oder zu zweit erfolgen: Den Wattebausch auf einem Tisch herumpusten ohne dass dieser vom Tisch fällt, Torschießen oder um die Wette pusten. Mit dem Luftballon lassen sich auch gut motorische Übungen verbinden: Der Luftballon soll gepustet werder, sodass er nicht auf dem Boden fällt; dann z.B. nur auf einem Bein stehen und pusten oder ein Auge zu, einen Arm ausgestreckt.

   

Aufregung ausatmen

 Diese Übung kann als Atembeobachtung durchgeführt werden, also im

 Ruhezustand (sitzend oder liegend) oder mit Bewegung verbunden

 werden.

“Achte auf deinen Atem, wie er in dich hineinströmt und wieder heraus. Einfach beobachten. Stell dir nun vor, wie bei jedem Ausatmen ein bisschen Aufregung aus deinem Körper hinaus geblasen wird - ganz weit weg. Mit jedem Ausatmen strömt noch mehr Aufregung hinaus - und du spürst, wie in deinem Körper Ruhe einkehrt und die Muskeln ganz locker werden…und wir nehmen nochmals einen tiefen Atemzug und blasen  mit unserer Ausatmung die Aufregung aus unserem Körper hinaus… spürst du Wärme und Ruhe, die sich in deinem Körper ausbreitet?!...

Variante: Meine Lieblingsvariante ist eine Verbindung mit Bewegung! Die Übung wird im Stehen durchgeführt und mit jeder Ausatmung rütteln und schütteln sich die Kinder. Damit soll die Aufregung raus geschüttelt werden. Bei der Einatmung könnte man sanft über den Körper streichen.

Atmung und Entspannung (“schnelle Stressreduzierer”)

Simultanzeichnen: Beidhändiges Zeichnen in der Luft oder auf Papier (Tafel). Das Papier in der Mitte falten bzw. eine Mittellinie auf das Papier malen. Von dieser aus werden gleichzeitig links und rechts (spiegelbildlich) die gleichen Figuren. 

 
Entspannungsgeschichte hören

Genieße eine von gesprochene Traumreise und lass Dich auf eine 4-minütige Entspannungsreise ein: Die kleinen Sonnenstrahlen feiern im Herbst Geburtstag

                                                                                * * *


Hier gibt es noch mehr Tipps & Tricks zum Thema Lernen:
Melde Dich zum nächsten Eltern Get-together an:
Di, 7. November, 18:30 bis 20:00 Uhr (online) 

einfach per Email anmelden: [email protected] 


                                                                                * * *


Die ersten Wochen sind vergangen, der Schulstress ist da?!?
Wenn Du das Gefühl hast, es ist alles zuviel, dann schreib mir und wir schauen uns gemeinsam an, wie wir die Stressfaktoren reduzieren können. Ich begleite Euch für
3 Monate als Familie! Der Eltern Space steht für mehr Leichtigkeit und Gelassenheit in der Familie. 

 

„Konzentriere dich jetzt endlich“ 

Eines vorweg – Dein Kind weiß nicht, was es machen soll, wenn der beliebte Satz „konzentriere dich jetzt endlich“ ausgesprochen wird. Warum das so ist, erkläre ich Dir in diesem Blog-Artikel. 

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Die Konzentration ist ein Teil der Aufmerksamkeit und diese sollte – je Anforderung oder Aufgabe – verändert werden können. Das bedeutet, dass wir die "richtigen Dinge zur richtigen Zeit wahrnehmen“ und Störquellen ausschalten können. 

Dein Kind sollte es schaffen, sich über einen längeren Zeitraum auf eine bestimmte Person, einen bestimmten Gegenstand oder eine bestimmte Tätigkeit zu fokussieren. 

Das klingt ja einfach! 

Das Gelingen hängt aber von vielen Faktoren ab, wie z.B. dem Alter, des eigenen Lernweges, unseren Erfahrungen oder auch von unseren kognitiven Fähigkeiten. Es ist daher nicht so einfach, sich zu konzentrieren, weil Dein Kind die Aufmerksamkeit auf das „Wesentlichste“ richten muss und dafür müssen viele Dinge gleichzeitig vorliegen: 

  • Alle Störfaktoren auszuschalten (z.B. die Geräusche in der Umgebung auszublenden, keine Ablenkung im Raum zu haben, sich nicht von Geräuschen oder Nachbarn ablenken zu lassen))
  • Seine Gedanken unter Kontrolle zu haben (z.B. „Tagträumen“, Gedankenkarussell abschalten können, sich zurückholen können)
  • Gute Befindlichkeit (Wie fühle ich mich? gute/schlechte Laune, Hunger, Müdigkeit)
  • Keine Ängste und Sorgen zu haben (z.B. Lernblockade, Versagensangst, Scham)
  • Fit sein (z.B. ausgeschlafen sein, gute Ernährung, ausreichend Bewegung)
  • Motivation (z.B. Ist der Lernstoff langweilig oder bin ich überfordert?)
  • Keine Wahrnehmungs- oder Lernschwächen, wie z.B. Legasthenie oder Dyskalkulie, wodurch die Konzentrationsfähigkeit geschwächt ist 


Die Konzentrationsfähigkeit ist daher von bestimmten Umständen, dem Gemütszustand aber natürlich auch von den zu leistenden Aufgaben abhängig. 

Gelingt Dir das immer gut? 


Vermutlich auch nicht! Aber wir Erwachsene können solche Situationen gut meistern, indem wir einfach eine Pause oder eine andere Tätigkeit machen, die nicht unsere volle Aufmerksamkeit benötigt. Tun wir das nicht, passieren uns ebenso Fehler! Unsere Kinder sind hier oftmals gebunden und aufgefordert, sich viel länger zu konzentrieren, als es ihnen möglich ist. 

Wenn Du Deinem Kind daher helfen möchtest, seine Konzentration zu verbessern, finde  heraus, in welchem Bereich Dein Kind noch Unterstützung braucht. Was funktioniert schon gut und wo schlägt das „Konzentrations-Monster“ zu? 

Schweifen die Gedanken ständig ab, liegt eine Überreizung im Klassenraum vor oder leidet das Kind an chronischer Müdigkeit oder Überforderung in der Schule? Aus Erfahrung kann ich sagen, dass sich die „Störquelle“ meist einschränken lässt und jedes Kind gezielt an der Konzentration arbeiten kann. Kinder sind immer lernwillig, aber nicht immer lernbereit. Es ist unsere Aufgabe als Eltern, sie bei ihrem Weg zu begleiten und Möglichkeiten aufzuzeigen. 


Was nur so kurz? 

Das sagen Eltern, wenn ich ihnen erzähle, dass sich ihre Kinder nur 20 Minuten konzentrieren können. Kinder im Alter von 5 bis 7 Jahren können sich durchschnittlich 10-15 Minuten und Kinder im Alter von 7-10 Jahren 15-20 Minuten konzentrieren (Lebensalter x 2). Es pendelt sich dann bei uns Erwachsenen auf 40, max. 60 min ein. Danach ist die Energie aufgebraucht und es wird zunehmend schwieriger, sich auf „das Richtige zu fokussieren“. Dein Kind kann dann nicht mehr zuhören, nicht mehr aufnehmen und schweift ab. 

Eine Unterrichtsstunde kann somit sehr lange für Dein Kind sein. In dieser Zeit hat es – nicht wie wir – die Wahlfreiheit über die Aktivitäten oder die Pausen: Ob die Lerninhalte Langeweile, Überforderung oder Ablenkung erzeugen, wissen wir nicht, weil wir in der Schule nicht dabei sind. 

Wenn dann der Satz kommt „Ihr Kind kann sich nicht konzentrieren“, ist es daher ratsam, die Anregung der Lehrkraft genauer zu hinterfragen. Mach Dir ein Bild davon, wie es dem Kind in einer bestimmten Situation geht, wie z.B. 

·       Ist es bei allen Fächern so? 

·       Betrifft es eine bestimmte Aktivität? 

·       Was genau macht das Kind bzw. was macht es nicht? 

·       Sucht das Kind Unterstützung? 

·       Kompensiert das Kind und setzt ein auffälliges Verhalten („Störenfried“ oder „Tagträumer“) 

Das Gleiche gilt für zu Hause. Manchmal decken sich die Situationen/Umstände auch zu Hause, aber nicht immer. Überlege dir daher, was jetzt Priorität hat! Welches Werkzeug braucht Dein Kind? 

Wie schon erwähnt, Pausen sind das wichtigste Werkzeug das wir haben! Plane zu Hause beim Lernen oder bei der Hausübung ausreichend und regelmäßig Pausen ein (z.B. Obst essen, miteinander plaudern, kurz lüften und bewegen, einfach kurz ins „Narrenkasterl schauen“). Es sollen kurze Pausen sein, damit das Kind auch schnell wieder zum Thema zurückfindet, aber lange genug, um Energie aufzutanken! 

Also nach 20 Min arbeiten, sollte eine zumindest 4-5-minütige Pause eingehalten werden. Auch dann, wenn das Kind meint, diese Pause nicht zu benötigen! 

Für unser Gehirn sind Pausen das Beste! In dieser Zeit hat das Gehirn die Möglichkeit, das Gelernte einzusortieren und abzuspeichern – daher wäre ein Mittagsschlaf so toll, aber leider kaum möglich! 

Lernen wird dadurch leichter! 

Ich hoffe, es ist nun verständlicher, warum konzentrieren nicht auf Knopfdruck geht. 
 

Wenn Du mehr Fragen hast, melde Dich zum nächsten Eltern Get-together an:
Di, 3. Oktober 2023, 18:30 bis 20:00 Uhr (online) 

einfach per Email anmelden: [email protected] 


Ich freue mich, 

Deine Karin 


Neu bei Lernpotenzial: Eltern Space- mehr Leichtigkeit und Gelassenheit in der Familie? Dann nutze die 3-monatige Einzelbegleitung!

Back to School - 5 Tipps zum Neustart  

Es ist Montagmorgen und Du gähnst während der Wecker neben Dir laute Geräusche von sich gibt. Du hast gerade die "Null-Bock-Motivation", trotzdem ist heute Dein erster Arbeitstag nach einem schönen Urlaub! Wie fühlt sich wohl Dein Kind am ersten Schultag?

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Mein wichtigster Appell: Bitte genießt die letzten Ferienwochen mit Euren Kindern! Der Schulalltag kommt in schnellen Schritten und damit auch wieder das frühe Aufstehen, der Stress, die Konflikte und die Hektik! Beginnt nicht jetzt schon damit, indem ihr die Kinder zum Lernen und zum früh Aufstehen "zwingt" :-)

Erfahrungsgemäß kommen die Kinder mit Schulbeginn automatisch wieder in den Lernmodus - manche schneller, manche langsamer. Die Kinder treffen ihre Freunde, erzählen über den Sommer und die Motivation steigt, weil sie gemeinsam losstarten. Momentan sehen sie keinen Sinn im Lernen, wodurch die Lernbereitschaft sehr niedrig ist.

Vorbereitung, aber nicht Lernen?

Es ist gut, gemeinsam die Schulsachen vorzubereiten, die Schultasche zu packen, neue Buntstifte einzusortieren, das wichtigste ist aber, mit eurem Kind zu sprechen. Und damit meine ich nicht die Frage "Freust du dich schon auf die Schule?"... kaum ein Kind wird das mit "ja" beantworten nach coolen und chilligen Ferien.

Aber zu fragen, wie es sich den neuen Schulalltag vorstellt, ob es sich auf die Freunde freut, ob es sich einen besonderen Platz in der Klasse aussuchen wird, ob es vielleicht eine neue Jausenbox oder Trinkflasche braucht - also Fragen, wodurch das Kind einen Impuls bekommt und sich langsam auf die Schule einstellen kann!

Vielleicht fragt ihr auch, ob es etwas ändern möchte? Gut ist auch, das Kind auf den Schulalltag wieder einzustellen, wie z.B. an welchem Tag es in der Nachmittagsbetreuung sein wird, an welchem Tag Sport oder Musik stattfinden wird, wann und von wem das Kind abgeholt werden wird oder wird es ab diesem Jahr vielleicht alleine nach Hause gehen/fahren?

Es gehört auch dazu, die Ferien abzuschließen - was hat dir am besten in den Ferien gefallen, was hat dir nicht so gut gefallen? Welches Erlebnis wirst du in der Schule erzählen, was würdest du gerne nochmals machen, mit wem oder wo möchtest du die nächsten Ferien verbringen 😊

Schulwechsel? Die Nervösität steigt...

Bei Kindern, die jetzt einen Schulwechsel haben werden, empfehle ich ganz besonders, diese Veränderung immer wieder anzusprechen. Umso öfter die Kinder die Möglichkeit haben, sich das Neue vorzustellen, umso leichter wird ihnen die Veränderung fallen.

Die erste Klasse NMS oder Gymnasium sind im Wesentlichen eine Wiederholung des Stoffes der Volksschule (mit Ausnahme neuer Fächer). Es geht darum, alle Kinder so gut wie möglich auf den gleichen Lernstand zu bringen - ihr braucht daher nicht unbedingt in den Ferien den ganzen Schulstoff zu wiederholen, das macht Stress. Und genau das, wollen wir doch beim Neustart vermeiden.

Wichtig ist, den Kindern genug Zeit in der neuen Schule genug Zeit für die Eingewöhnung zu gönnen und sie bei der Organisation zu unterstützen. Sie lernen viele neue Pädagogen/-innen mit unterschiedlichen Erwartungen und Anforderungen kennen, da ist sehr viel neu und es bedeutet meist eine große Umstellung!

Mein Rat ist aber, den in der Schule wiederholten Stoff mit den Kindern regelmäßig zu besprechen. Stellt sicher, dass es Euer Kind verstanden und abgespeichert hat. Vor allem ist es gut sich ein Lernsystem mit dem Kind zu überlegen, damit es mit unterschiedlichen Anforderungen gut zurecht kommt und sich schnell anpasst.

Denkt aber daran, Euer System ist nicht unbedingt das System eures Kindes, probiert mehrere Lerntechniken aus!

Wenn Ihr dabei Unterstützung braucht, bin ich gerne für Euch da! In diesem Sinne wünsche ich Euch einen tollen Schulstart und ein gutes Ankommen im neuen Schuljahr!

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Mein erster Schultag ... und die Tage danach! Wie Eltern unterstützen können! 

Der erste Schultag ist etwas ganz Besonderes. Aber wie kommt es, dass sich Ihr Kind nicht darauf freut? Es ist wichtig zu verstehen, dass Ihr Kind einer großen Veränderung ausgesetzt ist. Jetzt braucht es viel Unterstützung und Zuneigung. 

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Damit der Schulstart gut gelingt und Ihr Kind gerne zur Schule geht, habe ich ein paar Tipps und Erfahrungen zusammengefasst, die sich gut bewährt haben:

  • HÖR MIR ZU!

Ihr Kind wird in den nächsten Wochen ganz viele neue Eindrücke gewinnen. Neue Freunde, die Lehrkräfte, das verwirrende Schulgebäude und natürlich der für das Kind neue Unterricht. Das bereitet manchmal auch Sorgen und muss erst mal verarbeitet werden. Seien Sie Ihrem Kind ein guter und aufmerksamer Zuhörer! Überladen Sie es nicht ständig mit Fragen, sondern seien sie geduldig und aufmerksam.

  • BEWEGUNG SCHAFFT KLAREN KOPF!

Ihr Kind war es gewöhnt, sich im Kindergarten frei bewegen zu können! Das ist nun anders. Viele Kinder leiden die ersten Monate darunter, dass sie lange und ruhig sitzen müssen. Versuchen Sie Ausgleich zu schaffen und unternehmen Sie am Nachmittag viel in der Natur bzw. im Freien. Das hilft den Bewegungsdrang abzubauen und schafft einen klaren Kopf! Regen Sie Ihr Kind an, zwischen den einzelnen Hausübungen Bewegung zu machen. 3 Hampelmänner oder 5 Kniebeugen - mitmachen ist erlaubt! Es macht nicht nur Spaß, sondern fördert auch die Konzentration.

  • LERNUMGEBUNG

Besprechen Sie mit Ihrem Kind von Beginn an, was oder wo ein guter „Raum“ für die Hausübung oder das Lernen sein könnte. Beharren Sie nicht auf den Schreibtisch im Kinderzimmer. Kinder fühlen sich dort anfangs einsam und alleine, weil sie es nicht gewohnt sind. Wenn es Ihr Kind hingegen angenehm findet, dann unterstützen Sie das. Versuchen Sie herauszufinden, was dem Kind guttut und gönnen Sie Ihrem Kind regelmäßige Pausen. Nehmen Sie sich anfangs viel Zeit, damit Ihr Kind gut in die neue Lebenssituation hineinwachsen kann. 

  • LOB, LOB, LOB!

Ihr Kind wird soviel im ersten Schuljahr lernen! Es ist fast vergleichbar mit dem ersten Säuglingsjahr, wo die Kinder unglaublich große Schritte gehen! Loben Sie Ihr Kind für noch so kleine Errungenschaften im Schulalltag und lassen Sie sich nicht irritieren, wenn die Lehrerin oder Lehrer wieder mal sagen, dass die Schrift schöner sein könnte. Ihr Kind bemüht sich und das soll belohnt werden. Damit gewinnt es Sicherheit und das bildet das so wichtige Fundament für das weitere Lernen.

  • UND WENN DIE SCHULE DOCH NICHT GEFÄLLT?

Nach der ersten Anfangseuphorie kommt es vor, dass die Kinder plötzlich alles „doof“ finden. Sie müssen sitzen, schön schreiben, können nicht spielen wie im Kindergarten. Tja, dieses Motivationsloch ist zu überbrücken – aber wie?

 

Versuchen Sie Ihrem Kind das Lernen und Erlernte schmackhaft zu machen. Bitte sagen Sie nicht, wie "wichtig die Schule für das Leben ist"… das hat schon bei uns nicht funktioniert! Zeigen Sie dem Kind anhand von praktischen Beispielen wieviel und wie toll es schon gelernt hat, wie z.B. dass man plötzlich das Lieblingsbuch selber (oder mit Hilfe) lesen kann oder die so „spannenden“ Werbeplakate. Oder lassen Sie Ihr Kind bei der Supermarktkasse kleine Beträge bezahlen und bewundern so seine neuen Rechenfertigkeiten. Es könnte aber auch schon mal ein „Schulstart-Zertifikat“ sein, indem Sie Ihr Kind für das bisher schon Erreichte auszeichnen.

 

Das wichtigste Instrument ist allerdings Spielen: Nutzen Sie Spiele, um das Gelernte zu wiederholen (z.B. Buchstabenmemory, Zahlenbingo). Kinder lieben Spiele und das Lernen fällt gleich leichter!

 

  • RUHE & ENTSPANNUNG

Denken Sie auch daran, dass Neues müde macht. Gönnen Sie Ihrem Kind auch Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten. Achten Sie darauf, dass nach der Hausübung der Schulalltag. Vielleicht möchten Sie mit Ihrem Kind mal eine Fantasiereise beim zu Bett gehen machen? So gelingt auf jeden Fall ein guter und erholsamer Schlaf und Ihr Kind ist für den nächsten Tag wieder fit!

 

 

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Kind einen super tollen Schulstart und eine wunderbare Schulzeit!


Worin liegt der Unterschied zwischen Lerntraining und 
Nachhilfe?

Viele probieren verständlicherweise zunächst den Weg zur Nachhilfe. Oftmals wird jedoch festgestellt, dass trotz qualifizierter Nachhilfe und regelmäßigen Übens keine Verbesserung eintritt. 

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Warum ist das so?
Nachhilfe zielt vorwiegend auf Wissensvermittlung und Wiederholung des Lernstoffes ab. Es geht um „Lückenschließung“, Wissenserweiterung oder Prüfungsvorbereitung. Oftmals brauchen Kinder nur einen Impuls, eine nochmalige Erklärung - dies kann in der Nachhilfe gut abgedeckt werden. Bei vielen Kindern ist die Nachhilfe daher auch erfolgreich.

Nicht jedoch bei Kindern mit Lernschwächen! 
Kinder mit Lernschwächen haben ein Defizit in den Bereichen Lesen, Schreiben und Rechnen. In vielen Fällen ist die Wahrnehmung nicht gut entwickelt und die Kinder können Informationen nur schwer aufnehmen, abspeichern oder wiedergeben. Da hilft auch das zig-malige Erklären von Lerninhalten nichts.  Die Lern- und Schulleistungen von legasthenen und/oder rechenschwachen Kindern liegen im Vergleich zu Gleichaltrigen (altersgemäße Vergleichsgruppe) signifikant darunter. Was nicht bedeutet, dass sie in allen Fächern schlechte Noten haben. Oftmals ist es nur ein Fach, in dem sie Schwierigkeiten haben. Liegen die Ursachen der Lernprobleme eher in der Entwicklung des Kindes oder aufgrund von Wahrnehmungsschwächen so kann sich dies natürlich auch durch langsames Tempo, Ungeschicktheit, Unkoordiniertheit oder auch Unkonzentriertheit in allen Fächern zeigen.


Was bedeutet Lerntraining?
 
 Lerntraining ist ein auf das Kind abgestimmtes gezieltes Training in den Bereichen 

  • Lesen und/oder Schreiben (LRS/Legasthenie)
  • Rechnen (Dyskalkulie) 
  • Basisfertigkeiten (z.B. auditive oder visuelle Wahrnehmung, Motorik)


Im Lerntraining wird daher nicht nur Lesen, Schreiben oder Rechnen geübt, sondern es ist eine Kombination aus jenen Bereichen, die das Kind benötigt, um überhaupt das Lernen und das langfristige Abspeichern von Lerninhalten abspeichern und wiedergeben zu können.

Für mich ganz besonders wichtig ist, dass die Kinder nicht nur ein gezieltes, sondern ganzheitliches Training erhalten sollten. Dies umfasst daher nicht nur ein Legasthenie-/Dyskalkulietraining, sondern kann auch die Bereiche Konzentration, Motivation, mentale Stärke, Abgrenzung, Selbstmanagement betreffen.
Lerntraining bedeutet das Erarbeiten des Fundaments, das die Kinder für das Lernen brauchen. Es ist daher eine Begleitung über einen längeren Zeitraum.

Demnach wird  im Lerntraining der Lernstand und das Lerntempo des Kindes sowie die für das Kind passende Methodik berücksichtigt. Dazu gehört es auch, den Selbstwert des Kindes mitaufzubauen, der unter der Lernschwäche meist schon stark gelitten hat. Das Lerntraining unterscheidet sich daher grundlegend von der klassischen Nachhilfe.
 
Solltest Du daher das Gefühl haben, dass die Nachhilfe keinen nennenswerten Erfolg bei Deinem Kind bringt, erkundige Dich bei erfahrenen Lerntrainern über ein individuelles Lerntraining.

Das vorrangige Ziel ist wieder einen entspannten Schul- und Lebensalltag herzustellen, mit einem geeigneten Lerntraining für Ihr Kind! 

Du kannst mich jederzeit für eine Lernberatung kontaktieren: [email protected]

Warum "spielen" so wichtig ist!

Wie oft habe ich schon gehört, dass man in der Praxis von Lerntherapeuten, Logopäden oder Ergotherapeuten nur spielt und Eltern daher oft den Weg dorthin meiden. Ja, auch mir ist es schon passiert, dass mich eine Mutter aufgefordert hat, dass ihre Tochter doch nun endlich „rechnen lernen“ soll, denn spielen könne sie zu Hause auch! 

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Auf meine Frage, was sie denn mit dem Kind spielt, kam jedoch nur eine zögerliche und wenig aussagekräftige Antwort. Ja, und im Übrigen war da noch das Wort „könne“. Mir ist bewusst, dass manchmal die Zeit etwas knapp ist. Aber das gemeinsame Spielen fördert nicht nur die Entwicklung der Kinder, sondern stärkt auch die Beziehung in der Familie. 

Ich kann nur jedem empfehlen, die Kinder vom Computer oder iPad loszureißen und endlich wieder die alten und bewährten Gesellschaftsspiele zu spielen. Wer kennt nicht Mensch, ärgere dich nicht, Backgammon oder Mühle. Natürlich gibt es heute eine Vielzahl von tollen Spielen, die allesamt die Konzentration, das Gedächtnis, die Ausdauer, die Frustrationstoleranz, die Logik, aber auch Kreativität und Geschicklichkeit fördern. 

Spiele trainieren auf ganz unterschiedliche Weise das kindliche Gehirn und tragen dazu bei, dass die Kinder „so nebenbei“ lernen. Es gibt nichts Langweiligeres als das 100. Arbeitsblatt zum stummen „h“ auszufüllen! Unser Gehirn braucht manchmal etwas mehr Anregung und vor allem Abwechslung!

Spielen „trainiert“ das Gehirn 

Spielen ist ein angeborenes Verhalten und bedeutet bereits im Kleinkindalter aktives Lernen (z.B. Lernen von Formen, Farben, Größen und Zusammenhängen). Später kommt dazu, dass Kinder ihre Erfolge bzw. Ergebnisse sehen (z.B. Sandburg, Turm aus Bausteinen oder Knetmasse). Vielleicht können Sie sich selbst noch erinnern, dass so ein Spiel manchmal auch über Tage dauern kann (z.B. die Legostadt, die im Kinderzimmer stehen bleiben muss oder das „DKT- Spiel“, das seit 3 Tagen den Wohnzimmertisch blockiert). 

Unsere Kinder stellen sich im Spiel bestimmten Anforderungen und durch die dadurch gewonnen Erfahrungen entstehen neue Verknüpfungen im Gehirn. Umso vielseitiger das Angebot an Spielen und umso mehr Anregungen die Kinder erhalten, desto besser unterstützen wir die kindliche Gehirnentwicklung. 

Das Erleben des Spielens, des Ausprobierens und Schaffens hat eine wichtige Bedeutung für das spätere Lernen. Unsere Kinder lernen nicht nur Konzentration, Aufmerksamkeit und Ausdauer, sondern auch, dass man bestimmte Aufgaben fortsetzen und beenden kann. Es geht um das Dranbleiben, den Ehrgeiz zu entwickeln, Aktivitäten zu vollenden. Ebenso werden unterschiedliche Gehirnareale durch die verschiedenen Spiele angesprochen, da unterschiedliche Wahrnehmungskanäle (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen) verwendet werden. Dadurch entwickeln sich auch Lerngewohnheiten (sog. Lerntypen), die später hilfreich und auch weiter ausbaufähig sind.

Am wichtigsten sind jedoch Lob, Anerkennung und Spaß, um das Kind in seinem Vorgehen zu stärken und auch für weitere Spiele zu animieren. Wir Erwachsene sollten unsere Kinder stets zum Spielen  anregen und auch das richtige Spiel (alters- und bedürfnisgerecht) anbieten. Und so nebenbei trainiert es natürlich auch unser, vielleicht schon ein wenig eingerostetes Gehirn mit (sie denken bestimmt jetzt auch an Memory, wo sie immer gegen ihr Kind verlieren, oder?).

Spiele sind für mich daher ein fixer Bestandteil in meine Lerntrainings. Die Spiele werden bewusst ausgewählt und gezielt eingesetzt, um dadurch die Verbesserung einer bestehenden Lernschwäche zu unterstützen. Dabei kann es sich um ein marktübliches Spiel handeln, das genau die für das jeweilige Kind erforderlichen Fertigkeiten trainiert oder ein individuell gestaltetes Spiel in Bezug auf das Lesen, Schreiben oder Rechnen. Die Kinder werden dabei gefordert, aber nicht überfordert und es macht ihnen Freude – vor allem dann, wenn sie die Lerntrainerin besiegen ;-)

Es ist vielleicht gerade jetzt ein geeignete Zeit, das verstaubte Schachbrett von Opa oder die Erstausgabe von UNO wieder rauszuholen und einen schönen, vergnüglichen Abend als Familie zu verbringen.

Dazu kann ich nur viel Spaß wünschen!